
Wir haben bei unserem Sohn den Dentistar Stoppi ausprobiert. Mein ehrliches Fazit: Der Entwöhnungsschnuller hat geholfen, das Saugbedürfnis zu reduzieren – aber den endgültigen Abschied hat am Ende trotzdem die Schnullerfee erledigt.
Ein Entwöhnungsschnuller kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein, besonders wenn dein Kind sehr stark am Schnuller hängt. Aber er ist kein Wundermittel. Hier erfährst du, welche Entwöhnungsschnuller es gibt, was sie wirklich bringen und wo ihre Grenzen liegen.
Unsere Erfahrung mit dem Entwöhnungsschnuller
Als unser Sohn mit knapp drei Jahren immer noch seinen Schnuller brauchte – vor allem nachts – haben wir den Dentistar Stoppi getestet. Die Empfehlung kam von unserer Zahnärztin, die uns darauf hingewiesen hat, dass sich bei längerem Schnullergebrauch der Kiefer verschieben kann.
Die ersten Tage waren holprig. Unser Sohn hat den Stoppi genommen, aber mit einem skeptischen Gesicht – er hat sofort gemerkt, dass sich das Saugen anders anfühlt. Nach etwa einer Woche hat er den Entwöhnungsschnuller tagsüber von sich aus weggelegt. Nachts war es schwieriger. Er hat ihn noch rund zwei Wochen zum Einschlafen gebraucht.
Den endgültigen Abschied haben wir dann über das Schnullerfee-Ritual gemacht: Schnuller auf die Fensterbank, Brief von der Schnullerfee und ein kleines Geschenk am nächsten Morgen. Das hat funktioniert.
Aus meiner Sicht als Vater: Der Entwöhnungsschnuller war ein guter Zwischenschritt, der das Saugbedürfnis reduziert hat. Aber allein hätte er den Schnuller nicht ersetzt – dafür brauchte es das emotionale Ritual.

Wie funktioniert ein Entwöhnungsschnuller?
Ein normaler Schnuller bietet eine große, weiche Saugfläche – genau das, was Kinder lieben. Ein Entwöhnungsschnuller dreht dieses Prinzip bewusst um: Die Saugfläche ist schmaler, flacher und weniger befriedigend. Das Kind kann noch saugen, aber der Reiz nimmt ab.
Die Idee dahinter: Statt den Schnuller abrupt wegzunehmen (was oft zu Entzugserscheinungen führt), gewöhnt sich das Kind langsam an weniger Saugreiz. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt grundsätzlich, die Schnullerentwöhnung sanft und schrittweise zu gestalten – genau das ist der Ansatz des Entwöhnungsschnullers.
Wichtig dabei: Ein Entwöhnungsschnuller ist kein Ersatz für den Schnuller-Abschied, sondern eine Vorbereitung. Er reduziert das Saugbedürfnis, aber das Kind muss irgendwann trotzdem ganz loslassen.
Entwöhnungsschnuller im Vergleich
Dentistar Stoppi – Der Bekannteste
Der Dentistar Stoppi ist der meistverkaufte Entwöhnungsschnuller in Deutschland. Er hat eine orthodontisch geformte, sehr flache Saugfläche, die kaum Druck auf Kiefer und Gaumen ausübt. Laut Hersteller ist er ab 24 Monaten geeignet.
Meine Erfahrung: Unser Sohn hat den Stoppi vom ersten Tag an akzeptiert, obwohl er den Unterschied sofort gemerkt hat. Die Form ist so flach, dass das Saugen deutlich weniger Spaß macht – genau das ist der Sinn. Nach einer Woche hat er tagsüber freiwillig darauf verzichtet.
Was mir aufgefallen ist: Der Stoppi ist robust und lässt sich gut reinigen. Die Größe passt für die meisten Kinder ab 2 Jahren. Es gibt ihn in verschiedenen Farben, was bei unserem Sohn ein Argument war („Ich will den blauen!“).
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Curaprox Baby – Die Alternative
Der Curaprox Baby Entwöhnungsschnuller verfolgt einen ähnlichen Ansatz, setzt aber auf eine runde, flache Form, die das natürliche Saugen an der Brust nachahmen soll. Er ist ebenfalls BPA-frei und orthodontisch getestet.
Mein Eindruck: Wir haben den Curaprox nicht selbst getestet, aber er wird von vielen Eltern als gute Alternative zum Stoppi empfohlen – besonders für Kinder, die die Form des Dentistar ablehnen. Er ist etwas teurer, dafür fühlt sich das Material hochwertiger an.
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CLIPP Set – Neu auf dem Markt
Das CLIPP Set ist ein neuerer Ansatz: Es enthält einen Entwöhnungsschnuller plus fünf austauschbare Entwöhnungsschilde, die schrittweise kleiner werden. So wird das Saugerlebnis über mehrere Wochen stufenweise reduziert.
Mein Eindruck: Cleverer Ansatz, weil die Entwöhnung in kleineren Schritten passiert. Allerdings ist das Set teurer und erfordert, dass das Kind die verschiedenen Schilde nacheinander akzeptiert – das klappt nicht bei jedem.
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Worauf du beim Kauf achten solltest
Material und Sicherheit: Achte auf BPA-freies Silikon und EU-Sicherheitszertifikate. Alle drei oben genannten Modelle erfüllen das. Billige No-Name-Produkte würde ich nicht nehmen – der Entwöhnungsschnuller ist monatelang im Mund deines Kindes.
Alter: Die meisten Entwöhnungsschnuller sind ab 24 Monaten geeignet. Vorher macht die Entwöhnung in der Regel auch noch keinen Sinn – wann der richtige Zeitpunkt ist, erfährst du hier.
Akzeptanz: Nicht jedes Kind akzeptiert jeden Entwöhnungsschnuller. Wenn dein Kind den Stoppi ablehnt, probiere den Curaprox – oder umgekehrt. Bei manchen Kindern funktioniert keiner von beiden, und das ist auch okay. Dann ist der direkte Weg über die Schnullerfee oft besser.
Verfügbarkeit: Alle Modelle gibt es online. In Drogeriemärkten wie dm oder Rossmann ist der Dentistar Stoppi am häufigsten vorrätig. Den Curaprox findest du eher in Apotheken oder online.
Entwöhnungsschnuller allein reicht meistens nicht
Das ist die wichtigste Erkenntnis aus unserer Erfahrung: Ein Entwöhnungsschnuller reduziert das Saugbedürfnis, aber er ersetzt nicht den emotionalen Abschied. Kinder hängen am Schnuller nicht nur wegen des Saugens, sondern weil er Sicherheit gibt – beim Einschlafen, bei Frust, in fremden Situationen.
Deshalb hat bei uns die Kombination funktioniert: Erst den Entwöhnungsschnuller, um das Saugen weniger wichtig zu machen. Dann die Schnullerfee, um den emotionalen Abschied positiv zu gestalten.
Weitere Methoden, die du mit dem Entwöhnungsschnuller kombinieren kannst:
Das Schnullerfee-Ritual – die Schnullerfee holt den Schnuller nachts ab und hinterlässt ein Geschenk und einen Brief.
Bilderbücher zur Vorbereitung – Bücher zum Schnuller abgewöhnen helfen, das Kind auf den Abschied vorzubereiten. Auch Bücher über die Schnullerfee sind hilfreich.
Der Schnullerbaum – an einem Schnullerbaum kann dein Kind den Schnuller feierlich aufhängen.
Die Schnullermaus – eine Alternative zur Schnullerfee, die den Schnuller nachts abholt.
Feiere diesen großen Moment mit einem liebevollen Andenken:
- Besondere T-Shirts und Kissen mit der Aufschrift „Yippie, die Schnullerfee war da“ oder „Danke für deinen Schnuller“
- Als Belohnung oder Erinnerungsgeschenk – für leuchtende Kinderaugen und stolze Eltern
- Ein kreativer Weg, den Schnullerabschied zu begleiten und zu feiern
Tolle Kissen & Accessoires entdecken:
Mach den Abschied vom Schnuller zu etwas ganz Besonderem!
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Häufige Fragen zum Entwöhnungsschnuller
Was ist besser – Entwöhnungsschnuller oder kalter Entzug?
Das hängt vom Kind ab. Kinder, die sehr stark am Schnuller hängen, profitieren oft von einem Entwöhnungsschnuller als Zwischenschritt. Bei Kindern, die den Schnuller nur noch selten nutzen, kann der direkte Abschied über die Schnullerfee ausreichen.
Wie lange dauert die Entwöhnung mit einem Entwöhnungsschnuller?
Bei unserem Sohn hat es etwa drei Wochen gedauert, bis er den Entwöhnungsschnuller tagsüber nicht mehr brauchte. Nachts hat es etwas länger gedauert. Rechne mit 2-4 Wochen, bis das Saugbedürfnis deutlich nachlässt.
Gibt es Entwöhnungsschnuller bei dm?
Ja, den Dentistar Stoppi gibt es bei dm und Rossmann. Den Curaprox findest du eher in Apotheken oder online. Online ist die Auswahl am größten.
Ab welchem Alter ist ein Entwöhnungsschnuller sinnvoll?
Die meisten Modelle sind ab 24 Monaten geeignet. Vorher ist eine Entwöhnung meistens noch nicht nötig. Zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr ist der ideale Zeitraum.