Der Schnullerbaum

Schnullerbäume gibt es mittlerweile in immer mehr Städten. Es handelt sich dabei meistens um echte Bäume, teilweise aber auch um symbolische Nachbildungen in geschlossenen Räumen. Sie sollten Eltern und Kinder bei der Entwöhnung vom geliebten Sauger unterstützen.

Der Schnullerbaum – Die Idee stammt aus Dänemark

Auf der dänischen Insel Thuro befindet sich der älteste, derzeit bekannte, Schnullerbaum der Welt. Er wurde bereits in den 1920er Jahren seiner Bestimmung übergeben und hat seitdem einige dänische Kinder vom Schnuller befreit. Die Idee wurde von zahlreichen dänischen Städten kopiert und heute sind in vielen öffentlichen Parks und Freizeitparks spezielle Bäume ausgewiesen, an denen die Kinder ihrem Liebling ein neues zu Hause geben können.

Schnullerbaum
Ein Schnullerbaum kann eine Alternative zur Schnullerfee sein.

In Deutschland wurde die Idee zunächst nur auf privatem Grund kopiert, aber seit dem August 2005 gibt es auf dem Münsteraner Coerdeplatz den ersten öffentlichen Schnullerbaum. Bei dem Baum handelt es sich um eine amerikanische Roteiche, weil die Äste gut zu erreichen sind. Allgemein haben sich in Deutschland erst wenige Städte dieser Idee angeschlossen. Ob es in deiner Stadt bereits einen Schnullerbaum gibt, zeigt eine Recherche via Google. In Kliniken, Zahnarztpraxen und Kindergärten werden immer mehr nachgebildete Bäume aufgestellt, damit deine Kinder vom Schnuller Abschied nehmen können.

Die Entwöhnung vom Schnuller ist wichtig

Spätestens ab dem 24. Lebensmonat solltest du deinen Sohn oder deine Tochter vom Schnuller entwöhnen. Schnuller sind schlecht für das Gebiss. Durch andauerndes Lutschen und Saugen kann es zu Fehlstellungen des Kiefers, der Zähne und der Zunge kommen, dadurch können im weiteren Verlauf Sprachfehler resultieren. Das Risiko für Karies und Erkältungskrankheiten steigt ebenfalls, wenn der Schnuller weiterhin genutzt wird.

Ein Schnullerbaum kann hilfreich sein

Viele Eltern sind froh, wenn das Kind den kleinen Helfer eines Tages von allein weglässt. Oft ist die Trennung jedoch mit Tränen verbunden und wird von den Kindern nicht richtig akzeptiert. Das Kind soll die Trennung mit einem positiven Erlebnis verbinden, damit der Abschied leichter fällt. Der Schnullerbaum kann jederzeit wieder besucht werden und das Kind weiß, dass der Schnuller nicht komplett weg ist. Außerdem begreifen die Kinder, dass auch andere Kinder den Schnuller abgegeben haben und fühlen sich nicht alleine. Du kannst dein Kind hochheben, damit es den Schnuller selbst an den Baum hängen kann.

Im Anschluss kannst du ihm ein Geschenk überreichen, damit der Schmerz und die Trauer schnell wieder vergessen werden. Das Geschenk kann die Schnullerfee natürlich auch über Nacht bringen. Viele Kinder wünschen sich irgendwann größere und teurere Spielsachen und akzeptieren einen Tausch gegen den Schnuller dann sehr schnell. Außerdem stellen die bunten Bäume eine Bereicherung für die Stadt dar. Falls es in deiner Stadt noch keinen Schnullerbaum gibt, kannst du auch einen Baum im eigenen Garten wählen oder die Einrichtung eines Schnullerbaums initiieren, denn Bäume sind in jeder Stadt vorhanden.

Schnullerabgewöhnung mit dem Schnullerbaum

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