Morgen soll der große Tag sein. Dein Kind hat eingewilligt, den Schnuller der Schnullerfee zu schenken, vielleicht etwas zögerlich, vielleicht sogar stolz. Und jetzt fragst du dich: Wo legen wir den Schnuller eigentlich hin? Reicht der Nachttisch, oder braucht es eine richtige Schnullerfee-Box, damit sich der Abschied besonders anfühlt?
Genau darum geht es hier: was eine Schnullerfee-Box ist, wie du sie in einer halben Stunde selbst machst, welche fertigen Sets es gibt und worauf es bei der Übergabe wirklich ankommt.
Was ist eine Schnullerfee-Box?
Die Schnullerfee-Box ist der Ort, an dem der Schnuller seine letzte Nacht verbringt. Manche Familien nennen sie Schnullerfee-Kiste, andere nehmen ein Säckchen oder ein Glas. Die Idee dahinter ist immer gleich: Dein Kind legt den Schnuller selbst hinein. Dieser kleine, bewusste Handgriff macht den Abschied greifbar. Aus „Mama nimmt mir den Schnuller weg“ wird „Ich schenke meinen Schnuller der Schnullerfee“.
Am nächsten Morgen ist der Schnuller verschwunden. Stattdessen liegt ein kleines Geschenk von der Schnullerfee in oder neben der Box, gerne zusammen mit einem Brief der Schnullerfee, der dein Kind für seinen Mut lobt.
Brauchst du überhaupt eine Box? Unsere ehrliche Erfahrung
Ich sage es gleich vorweg: Wir hatten keine. Bei unseren beiden Kindern lag der Schnuller am Abend einfach auf dem Nachtschrank neben dem Bett. Am Morgen fanden sie dort ein kleines Geschenk und einen Brief der Schnullerfee. Funktioniert hat es trotzdem, und zwar nicht wegen einer besonders schönen Verpackung, sondern weil sich unsere Kinder ernst genommen gefühlt haben und selbst entscheiden durften.
Trotzdem verstehe ich jeden, der es schöner machen will. Eine Box hat echte Vorteile:
- Sie macht den Moment feierlicher. Etwas in eine Kiste zu legen und den Deckel zu schließen, fühlt sich für ein Kleinkind endgültiger an als ein Schnuller auf dem Tisch.
- Sie bereitet vor. Wenn die Box schon ein paar Tage vorher im Kinderzimmer steht, gewöhnt sich dein Kind an den Gedanken.
- Sie wird zur Erinnerung. Viele Familien heben die Box später auf, mit dem Brief der Schnullerfee darin.
Mein Rat: Wenn dein Kind gerne bastelt oder Rituale liebt, lohnt sich die Box. Wenn du wenig Zeit hast, tut es auch der Nachttisch. Das Ergebnis hängt an eurer Haltung, nicht am Behälter.
Schnullerfee-Box selber machen: 3 einfache Ideen
Eine selbstgemachte Box hat einen großen Vorteil: Dein Kind kann mitbasteln. Und was es selbst gestaltet hat, gibt es auch leichter her.
1. Der bemalte Schuhkarton
Der Klassiker: ein kleiner Schuhkarton, bemalt oder mit Sternen beklebt, dazu der Name deines Kindes auf dem Deckel. Schneide oben einen Schlitz hinein wie bei einer Spardose. So kann dein Kind den Schnuller „einwerfen“, und der Schnuller ist danach nicht mehr sichtbar. Das hilft vielen Kindern beim Loslassen.
2. Das Schnullerfee-Glas
Ein Schraubglas mit etwas Glitzer und einem Band um den Deckel. Der Vorteil: Dein Kind sieht, dass der Schnuller am Abend noch da ist und am Morgen verschwunden. Das macht den „Besuch“ der Fee besonders glaubwürdig.
3. Das Stoffsäckchen
Ein kleines Säckchen aus Leinen oder Samt, das ihr gemeinsam an die Türklinke oder ans Fenster hängt. Das passt gut zu der Frage, wo die Schnullerfee eigentlich wohnt: Sie fliegt nachts durchs Fenster herein und nimmt das Säckchen mit.
Was gehört in die Box?
Am Abend: nur der Schnuller, vielleicht ein selbstgemaltes Bild für die Fee. Am Morgen tauschst du den Inhalt aus:
- ein kleines Geschenk, das zu deinem Kind passt (ein Kuscheltier, ein Buch, eine Taschenlampe für das Einschlafen im Dunkeln)
- ein Brief der Schnullerfee mit dem Namen deines Kindes
- eine Prise Sternenstaub (feiner Glitzer) um die Box herum, als Beweis, dass die Fee da war
- Ein herzliches Ritual, um Kindern den Abschied vom Schnuller zu...
- Personalisiertes Souvenir: Mit dem Schnullerfee-Brief, der Urkunde und der...
- Schnullerfee-Münzdesign: Sie erinnert an den Moment, in dem der Schnuller...
Für den Sternenstaub reicht feiner, kindgerechter Glitzer. Streu ihn so, dass dein Kind ihn nicht in den Mund nimmt, am besten rund um die Box auf einer Unterlage.
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- Verschiedene Bunte Farbe: Sie können verschiedene Farben mischen, um Ihre...
- Einfach Zu Bedienen: Zuerst tragen Sie Vaseline oder Glitter Fix Kleber...
Feiere diesen großen Moment mit einem liebevollen Andenken:
- Besondere T-Shirts und Kissen mit der Aufschrift „Yippie, die Schnullerfee war da“ oder „Danke für deinen Schnuller“
- Als Belohnung oder Erinnerungsgeschenk – für leuchtende Kinderaugen und stolze Eltern
- Ein kreativer Weg, den Schnullerabschied zu begleiten und zu feiern
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Mach den Abschied vom Schnuller zu etwas ganz Besonderem!
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Fertige Schnullerfee-Sets: der Schnullerelf und Co.
Wer nicht basteln möchte oder ein Set verschenken will, findet auch fertige Lösungen. Das bekannteste ist der Schnullerelf von der Pädagogin Lisa Tomke. Wir haben ihn selbst nicht genutzt, ich habe ihn mir aber genau angesehen, weil viele Leser danach fragen.
Im Set stecken drei Teile:
- ein Pappbilderbuch in Reimform, das die Geschichte vom Schnullerelf erzählt, mit einem kurzen Ratgeber-Teil für Eltern am Ende
- eine Faltbox aus Pappe, in die das Kind seinen Schnuller legt
- ein Tütchen Sternenstaub für den Morgen danach
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Was für das Set spricht: Du bekommst alles aus einer Hand, das Buch bereitet dein Kind schon Tage vorher auf den Abschied vor, und die Box ist sofort einsatzbereit. Als Geschenk von Oma oder Patentante ist das eine schöne, runde Sache.
Was ich kritisch sehe: Das Set kostet deutlich mehr als ein einfaches Bilderbuch plus selbstgebastelte Box. Der Schnullerelf ist außerdem weniger bekannt als die Schnullerfee. Wenn dein Kind im Kindergarten schon von der Schnullerfee gehört hat, würde ich keine zweite Figur einführen. Und der Ratgeber-Teil für Eltern ist eher knapp.
Mein Fazit: Der Schnullerelf ist eine gute Wahl, wenn du ein fertiges Paket willst oder etwas verschenkst. Mit einem Schnullerfee-Bilderbuch, einer selbstgemachten Box und einem Brief erreichst du dasselbe, günstiger und persönlicher.
So läuft die Übergabe ab: Schritt für Schritt
- Ein paar Tage vorher ankündigen. Lies eine Geschichte über die Schnullerfee vor und sprich darüber, dass sie die Schnuller für die kleinen Babys sammelt. Wie das genau abläuft, erfährst du im Artikel Was macht die Schnullerfee mit den Schnullern?
- Die Box gemeinsam vorbereiten. Basteln, bemalen, den Namen draufschreiben. So wird es „seine“ Box.
- Den Tag gemeinsam festlegen. Dein Kind darf mitentscheiden, wann die Schnullerfee kommt. Das nimmt Druck raus.
- Am Abend den Schnuller hineinlegen. Lass dein Kind das selbst machen. Lob es ausdrücklich für seinen Mut.
- Am Morgen staunen. Geschenk, Brief, Sternenstaub. Nimm dir Zeit für diesen Moment, er ist der Grund für die ganze Mühe.
Wichtig ist, dass dein Kind bereit ist. Auch die Kinder- und Jugendärzte raten zu einer geduldigen, schrittweisen Schnullerentwöhnung ohne Druck und nennen die Schnullerfee ausdrücklich als hilfreiche Idee. Wann ein guter Zeitpunkt ist, liest du im Ratgeber Wann sollte man den Schnuller abgewöhnen?
Wenn die Schnullerfee nicht funktioniert
Es kann passieren, dass dein Kind in der ersten Nacht weint und den Schnuller zurückhaben will. Das ist normal und kein Zeichen, dass ihr etwas falsch gemacht habt. Bleib ruhig, tröste viel und erinnere an die mutige Entscheidung. Gib den Schnuller möglichst nicht zurück, sonst verliert die Schnullerfee an Glaubwürdigkeit.
Die ersten Abende sind oft die schwierigsten. Tipps dazu findest du in den Artikeln Nachts ohne Schnuller und Entzugserscheinungen beim Schnuller abgewöhnen vermeiden. Wenn dein Kind die Schnullerfee gar nicht annimmt, ist vielleicht der Schnullerbaum die bessere Alternative.
Häufige Fragen zur Schnullerfee-Box
Was kommt in eine Schnullerfee-Box?
Am Abend legt dein Kind nur seinen Schnuller hinein. Am Morgen findet es stattdessen ein kleines Geschenk, einen Brief der Schnullerfee und etwas Sternenstaub rund um die Box.
Braucht man für die Schnullerfee eine Box?
Nein. Der Schnuller kann auch auf dem Nachttisch, am Fensterbrett oder vor der Tür liegen. Eine Box macht den Abschied aber feierlicher und wird oft zu einem schönen Erinnerungsstück.
Wo stellt man die Schnullerfee-Box hin?
Dort, wo dein Kind sie abends sehen und morgens sofort finden kann: auf den Nachttisch, die Fensterbank oder neben das Bett. Wichtig ist nur, dass du den Inhalt nachts unbemerkt austauschen kannst.
Kann ich eine Schnullerfee-Box selber machen?
Ja, und das ist oft die schönste Variante. Ein bemalter Schuhkarton, ein Schraubglas mit Glitzer oder ein Stoffsäckchen reichen völlig. Wenn dein Kind mitbastelt, fällt ihm das Loslassen meist leichter.
Schnullerelf oder Schnullerfee, was ist besser?
Beide funktionieren nach demselben Prinzip. Der Schnullerelf ist ein fertiges Set mit Buch, Faltbox und Sternenstaub. Die Schnullerfee ist bekannter und lässt sich frei gestalten. Kennt dein Kind die Schnullerfee schon, bleib bei ihr.
Über den Autor
Sven ist Vater von zwei Kindern und hat die Schnullerentwöhnung in der eigenen Familie selbst durchlebt. Auf Kleine-Schnullerfee.de teilt er, was bei ihnen wirklich geholfen hat. Bei ihm lag der Schnuller übrigens ganz ohne Box auf dem Nachtschrank, und die Schnullerfee kam trotzdem. Mehr über ihn erfährst du auf der Über-mich-Seite.