Entwöhnungsschnuller im Test: Welcher hilft wirklich beim Abgewöhnen?

Dieser Artikel wurde zuletzt im August 2026 aktualisiert & geprüft.
Mutter tröstet Kleinkind bei sanfter Schnullerentwöhnung
Grafik mit Hilfe von KI erstellt

Wir haben bei unserem Sohn den Dentistar Stoppi ausprobiert. Mein ehrliches Fazit vorweg: Der Entwöhnungsschnuller hat geholfen, das Saugbedürfnis zu reduzieren – aber den endgültigen Abschied hat am Ende trotzdem die Schnullerfee erledigt.

Ein Entwöhnungsschnuller kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein, besonders wenn dein Kind sehr stark am Schnuller hängt. Aber er ist kein Wundermittel. Hier erfährst du aus meiner Erfahrung als Vater von zwei Kindern, welche Entwöhnungsschnuller es gibt, was sie wirklich bringen und wo ihre Grenzen liegen.

Kurz und ehrlich: Ein Entwöhnungsschnuller wie der Dentistar Stoppi oder der Curaprox Baby hat eine flachere Saugfläche und reduziert das Saugbedürfnis Schritt für Schritt. Bei uns hat er ~1 Woche gebraucht, bis unser Sohn ihn tagsüber freiwillig weggelegt hat – nachts länger. Der emotionale Abschied kam trotzdem erst mit dem Schnullerfee-Ritual. Also: Entwöhnungsschnuller + Schnullerfee-Übergang statt Entwöhnungsschnuller allein.
Was ist ein Entwöhnungsschnuller? Ein Entwöhnungsschnuller (auch Entwöhnungssauger genannt) hat eine schmalere, flachere Saugfläche als ein normaler Schnuller. Das Kind kann noch saugen, aber das Saugerlebnis wird schrittweise weniger befriedigend – bis das Interesse von selbst nachlässt. Bekannte Modelle sind der Dentistar Stoppi und der Curaprox Baby. Beide sind ab 24 Monaten geeignet.

Unsere Erfahrung mit dem Entwöhnungsschnuller

Als unser Sohn mit knapp drei Jahren immer noch seinen Schnuller brauchte – vor allem nachts – haben wir den Dentistar Stoppi getestet. Die Empfehlung kam von unserer Zahnärztin, die uns darauf hingewiesen hat, dass sich bei längerem Schnullergebrauch der Kiefer verschieben kann. Wer sich zu diesem Thema tiefer einlesen will, dem empfehle ich unseren Artikel über Schnuller und Gebiss-Entwicklung.

Die ersten Tage waren holprig. Unser Sohn hat den Stoppi genommen, aber mit einem skeptischen Gesicht – er hat sofort gemerkt, dass sich das Saugen anders anfühlt. Nach etwa einer Woche hat er den Entwöhnungsschnuller tagsüber von sich aus weggelegt. Nachts war es schwieriger. Er hat ihn noch rund zwei Wochen zum Einschlafen gebraucht, und nachts komplett ohne Schnuller zu sein war ein eigener Prozess.

Den endgültigen Abschied haben wir dann über das Schnullerfee-Ritual gemacht: Schnuller auf die Fensterbank, Brief von der Schnullerfee und ein kleines Geschenk am nächsten Morgen. Das hat funktioniert.

Aus meiner Sicht als Vater: Der Entwöhnungsschnuller war ein guter Zwischenschritt, der das Saugbedürfnis reduziert hat. Aber allein hätte er den Schnuller nicht ersetzt – dafür brauchte es das emotionale Ritual.

Kleinkind mit flachem Entwöhnungsschnuller (Dentistar Stoppi) im Mund – Erfahrungsbericht zum Schnuller abgewöhnen

Wie funktioniert ein Entwöhnungsschnuller?

Ein normaler Schnuller bietet eine große, weiche Saugfläche – genau das, was Kinder lieben. Ein Entwöhnungsschnuller dreht dieses Prinzip bewusst um: Die Saugfläche ist schmaler, flacher und weniger befriedigend. Das Kind kann noch saugen, aber der Reiz nimmt ab.

Die Idee dahinter: Statt den Schnuller abrupt wegzunehmen (was oft zu Entzugserscheinungen führt), gewöhnt sich das Kind langsam an weniger Saugreiz. Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) empfiehlt grundsätzlich, die Schnullerentwöhnung sanft und schrittweise zu gestalten – genau das ist der Ansatz des Entwöhnungsschnullers.

Wichtig dabei: Ein Entwöhnungsschnuller ist kein Ersatz für den Schnuller-Abschied, sondern eine Vorbereitung. Er reduziert das Saugbedürfnis, aber das Kind muss irgendwann trotzdem ganz loslassen.

Entwöhnungsschnuller im Vergleich – meine Erfahrungen

Dentistar Stoppi – der Bekannteste im Entwöhnungsschnuller-Test

Der Dentistar Stoppi ist der meistverkaufte Entwöhnungsschnuller in Deutschland. Er hat eine orthodontisch geformte, sehr flache Saugfläche, die kaum Druck auf Kiefer und Gaumen ausübt. Laut Hersteller ist er ab 24 Monaten geeignet.

Meine Erfahrung mit dem Stoppi: Unser Sohn hat den Dentistar Stoppi vom ersten Tag an akzeptiert, obwohl er den Unterschied sofort gemerkt hat. Die Form ist so flach, dass das Saugen deutlich weniger Spaß macht – genau das ist der Sinn. Nach einer Woche hat er tagsüber freiwillig darauf verzichtet. Meine Frau hätte den harten Cut lieber gemacht („einfach weg damit“), aber unser Sohn hat sich mit dem Stoppi ernst genommen gefühlt – ein Zwischenschritt in seinem Tempo. Das war rückblickend der Punkt, an dem die Sache gekippt ist.

Was mir am Stoppi aufgefallen ist: Der Stoppi ist robust und lässt sich gut reinigen. Die Größe passt für die meisten Kinder ab 2 Jahren. Es gibt ihn in verschiedenen Farben, was bei unserem Sohn ein Argument war („Ich will den blauen!“). Preis-Leistung: absolut fair, sein Ruf hat sich bei uns bestätigt. Wenn du im Netz nach „stoppi entwöhnungssauger erfahrungen“ suchst, findest du überwiegend ähnliche Berichte.

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Curaprox Baby – die Alternative aus der Apotheke

Der Curaprox Baby Entwöhnungsschnuller verfolgt einen ähnlichen Ansatz, setzt aber auf eine runde, flache Form, die das natürliche Saugen an der Brust nachahmen soll. Er ist ebenfalls BPA-frei und orthodontisch getestet.

Mein Eindruck: Wir haben den Curaprox nicht selbst getestet – bei uns hat der Stoppi funktioniert, deshalb gab es keinen Grund zu wechseln. Aus dem Austausch mit anderen Eltern und aus der Recherche kann ich sagen: Er wird oft empfohlen, wenn ein Kind die Form des Dentistar ablehnt. Er ist etwas teurer, dafür fühlt sich das Material hochwertiger an. In der Apotheke findest du ihn meist zuverlässiger als im Drogeriemarkt.

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Wo bekommst du den Entwöhnungsschnuller? DM, Rossmann, Apotheke oder online

Wir haben unseren Stoppi damals ganz normal bei dm gekauft – das ist meiner Erfahrung nach die einfachste Adresse. Kurz sortiert nach Kanälen:

Entwöhnungsschnuller bei DM: Der Dentistar Stoppi liegt in den meisten dm-Filialen im Baby-Regal. Meistens in einer Farbe, seltener in Auswahl. Wenn dein Kind eine Lieblingsfarbe hat, lohnt es sich vorher online zu checken.

Entwöhnungsschnuller bei Rossmann: Auch hier ist der Stoppi verfügbar, aber die Verfügbarkeit schwankt stärker als bei dm. Manche Filialen führen ihn nicht.

Stoppi und Curaprox in der Apotheke: Der Vorteil hier ist die Beratung. Für den Curaprox Baby ist die Apotheke oft die zuverlässigere Adresse. Preislich sind Apotheken meist etwas höher als Drogerien.

Online (Amazon, Herstellershop): Größte Auswahl, alle Farben und Varianten, meist die günstigsten Preise. Wenn du keinen Zeitdruck hast, ist das der entspannteste Weg.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Material und Sicherheit: Achte auf BPA-freies Silikon und EU-Sicherheitszertifikate. Sowohl Dentistar Stoppi als auch Curaprox Baby erfüllen das. Billige No-Name-Produkte würde ich nicht nehmen – der Entwöhnungsschnuller ist wochenlang im Mund deines Kindes.

Alter: Die meisten Entwöhnungsschnuller sind ab 24 Monaten geeignet. Vorher macht die Entwöhnung in der Regel auch noch keinen Sinn – wann der richtige Zeitpunkt ist, erfährst du hier.

Akzeptanz: Nicht jedes Kind akzeptiert jeden Entwöhnungsschnuller. Wenn dein Kind den Stoppi ablehnt, probiere den Curaprox – oder umgekehrt. Bei manchen Kindern funktioniert keiner von beiden. Dann ist der direkte Weg über die Schnullerfee oft besser.

Nicht als Dauerlösung: Der Entwöhnungsschnuller ist ein Werkzeug für 2–6 Wochen, nicht länger. Wenn dein Kind nach zwei Monaten immer noch dran hängt, ist es Zeit für den kompletten Abschied.

Entwöhnungsschnuller allein reicht meistens nicht

Das ist die wichtigste Erkenntnis aus unserer Erfahrung: Ein Entwöhnungsschnuller reduziert das Saugbedürfnis, aber er ersetzt nicht den emotionalen Abschied. Kinder hängen am Schnuller nicht nur wegen des Saugens, sondern weil er Sicherheit gibt – beim Einschlafen, bei Frust, in fremden Situationen.

Deshalb hat bei uns die Kombination funktioniert: Erst den Entwöhnungsschnuller, um das Saugen weniger wichtig zu machen. Dann die Schnullerfee, um den emotionalen Abschied positiv zu gestalten.

Weitere Methoden, die du mit dem Entwöhnungsschnuller kombinieren kannst:

Das Schnullerfee-Ritual – die Schnullerfee holt den Schnuller nachts ab und hinterlässt ein Geschenk und einen Brief.

Bilderbücher zur VorbereitungBücher zum Schnuller abgewöhnen helfen, das Kind auf den Abschied vorzubereiten. Auch Bücher über die Schnullerfee sind hilfreich.

Der Schnullerbauman einem Schnullerbaum kann dein Kind den Schnuller feierlich aufhängen.

Die Schnullermaus – eine Alternative zur Schnullerfee, die den Schnuller nachts abholt.

Die Schnullerfee kommt!

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Wenn dein Kind noch etwas zum Kuscheln braucht

Nicht jedes Kind kommt nach dem Schnuller einfach so klar. Manche brauchen einen Ersatz zum Festhalten – etwas, das die gleiche Sicherheit gibt wie vorher der Schnuller. Bei unserem Sohn war es ein bestimmter Teddy, den er zum Einschlafen eng an sich gedrückt hat. Bei anderen Kindern ist es ein Schnuffeltuch, ein Kuscheltier oder ein weiches Kissen.

Der Sinn dahinter: Der Schnuller hat nicht nur das Saugbedürfnis erfüllt, sondern auch als Trostspender funktioniert. Wenn du diesen Trostanker durch etwas anderes ersetzt, fällt der Abschied vielen Kindern leichter. Ein Schnuffeltuch oder Kuscheltier hat den Vorteil, dass es Wärme, Geruch und Nähe bietet – Dinge, die ein Schnuller nie leisten konnte. Welche Trostspender wirklich funktionieren und wie du den passenden für dein Kind findest, habe ich im Beitrag Schnuller-Ersatz: Was tröstet dein Kind wirklich? zusammengefasst.

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Häufige Fragen zum Entwöhnungsschnuller

Was ist besser – Entwöhnungsschnuller oder kalter Entzug?

Das hängt vom Kind ab. Kinder, die sehr stark am Schnuller hängen, profitieren oft von einem Entwöhnungsschnuller als Zwischenschritt. Bei Kindern, die den Schnuller nur noch selten nutzen, kann der direkte Abschied über die Schnullerfee ausreichen. Mein Rat: Wenn du dir nicht sicher bist, probiere zuerst den Entwöhnungsschnuller. Er ist der sanftere Weg.

Wie lange dauert die Entwöhnung mit einem Entwöhnungsschnuller?

Bei unserem Sohn hat es etwa drei Wochen gedauert, bis er den Entwöhnungsschnuller tagsüber nicht mehr brauchte. Nachts hat es etwas länger gedauert. Rechne mit 2–6 Wochen, bis das Saugbedürfnis deutlich nachlässt. Wenn sich nach zwei Monaten nichts tut, ist es Zeit für den kompletten Abschied.

Gibt es Entwöhnungsschnuller bei DM oder Rossmann?

Ja, den Dentistar Stoppi gibt es sowohl bei dm als auch bei Rossmann. Bei dm ist die Verfügbarkeit meiner Erfahrung nach zuverlässiger. Den Curaprox findest du eher in Apotheken oder online. Online ist die Auswahl am größten und meist auch günstig.

Ab welchem Alter ist ein Entwöhnungsschnuller sinnvoll?

Die meisten Modelle sind ab 24 Monaten geeignet. Vorher ist eine Entwöhnung meistens noch nicht nötig. Zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr ist der ideale Zeitraum – spätestens mit vier Jahren sollte der Schnuller weg sein, damit sich Kiefer und Zähne normal entwickeln können.

Was kostet ein Entwöhnungsschnuller?

Der Dentistar Stoppi liegt bei etwa 5–8 Euro pro Stück, der Curaprox Baby ist mit 8–12 Euro etwas teurer. Für ein paar Wochen Übergang absolut vertretbar – vor allem im Vergleich zu einer Kieferregulierung Jahre später.

Sind Entwöhnungsschnuller schädlich für die Zähne?

Nein – im Gegenteil. Entwöhnungsschnuller sind gerade deshalb so flach geformt, damit sie den Kiefer weniger belasten als normale Schnuller. Sie sind kurzfristig eine sanftere Alternative, bis der Schnuller ganz weg ist. Länger als ein paar Wochen sollten sie aber auch nicht genutzt werden.

Über den Autor

Sven ist Vater von zwei Kindern und hat die Schnullerentwöhnung in der eigenen Familie selbst durchlebt. Auf Kleine-Schnullerfee.de teilt er, was bei ihnen wirklich geholfen hat. Der Dentistar Stoppi war beim eigenen Sohn Teil des Weges – den emotionalen Abschied hat am Ende trotzdem die Schnullerfee gemacht. Mehr über ihn erfährst du auf der Über-mich-Seite.