
Beim Schnuller abgewöhnen hat uns ein Buch mehr geholfen als jeder gut gemeinte Ratschlag von Verwandten. Unsere Tochter wollte ihren Schnuller partout nicht hergeben – bis wir abends gemeinsam ein Bilderbuch über die Schnullerfee gelesen haben. Danach wollte sie plötzlich selbst, dass die Schnullerfee kommt.
Hier stelle ich dir 5 Bücher zum Schnuller abgewöhnen vor, die ich mir für unsere Kinder angeschaut habe. Jedes Buch verfolgt einen anderen Ansatz – vom spielerischen Zählen bis zum Besuch der Schnullerfee.
Warum ein Buch beim Schnuller abgewöhnen hilft
Ein Schnuller ist für Kleinkinder Tröster, Einschlafhilfe und bester Freund in einem. Irgendwann sollte man den Schnuller abgewöhnen – Zahnärzte warnen vor Schnuller-Gebissschäden und Logopäden vor Sprachstörungen bei zu langer Nutzung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Abschied deutlich leichter fällt, wenn das Kind versteht, warum der Schnuller geht – und dass es dabei nicht allein ist. Genau das leisten gute Bilderbücher: Sie zeigen andere Kinder (oder Tiere), die den Schnuller abgeben und danach stolz und glücklich sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, Kinder spielerisch und ohne Druck auf die Entwöhnung vorzubereiten – ein Buch ist dafür das ideale Werkzeug.
Unser Ablauf war einfach: Einige Tage vor dem geplanten Schnullerfee-Besuch haben wir abends das Buch vorgelesen. So konnte sich unsere Tochter an die Idee gewöhnen und hat sich sogar auf die Schnullerfee gefreut.

Feiere diesen großen Moment mit einem liebevollen Andenken:
- Besondere T-Shirts und Kissen mit der Aufschrift „Yippie, die Schnullerfee war da“ oder „Danke für deinen Schnuller“
- Als Belohnung oder Erinnerungsgeschenk – für leuchtende Kinderaugen und stolze Eltern
- Ein kreativer Weg, den Schnullerabschied zu begleiten und zu feiern
Tolle Kissen & Accessoires entdecken:
Mach den Abschied vom Schnuller zu etwas ganz Besonderem!
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1. Schnuller sind nur was für Kleine – Spielerisch zählen und loslassen

Das Bilderbuch Schnuller sind nur was für Kleine von Franziska Gehm (Illustrationen: Sabine Kraushaar) ist im Loewe-Verlag erschienen und hat 22 Seiten. Es gibt eine Pappausgabe für 7,95 Euro und eine größere Bilderbuchausgabe für 18,15 Euro.
Der kleine Peter besitzt zehn Schnuller und verschenkt auf jeder Seite einen davon – mal tauscht er gegen ein Auto, einer bleibt beim Elefanten im Zoo, ein weiterer wird im Garten vergraben. Am Ende hat er keinen mehr und ist trotzdem glücklich.

Das Besondere: Auf jeder Seite wird die Menge der Schnuller weniger, was auch das Zahlenverständnis fördert. Dazu gibt es zwei Suchseiten, auf denen Kinder versteckte Schnuller finden müssen. Der Text besteht aus kurzen, leicht verständlichen Reimen – pro Seite ein Vierzeiler und ein Zweizeiler.
Mein Eindruck: Gut für Kinder, die noch nicht gezielt den Schnuller abgeben sollen, sondern sich langsam an die Idee gewöhnen. Die Bilder sind detailreich und es gibt viel zu entdecken.
2. Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr – Der Klassiker

Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr von Hermien Stellmacher ist ein Pappbilderbuch mit 14 dicken Seiten, erschienen bei arsEdition für 8,50 Euro. Qualitätsgeprüft und von der Elternzeitschrift Baby&Co empfohlen.
Der kleine Hase Moritz Moppelpo findet, dass es ohne Schnuller nicht geht – bis er merkt, dass alle seine Freunde ihre Schnuller schon abgegeben haben. Er bastelt mit seiner Mutter ein Kästchen für den Schnuller, stellt es nach oben und merkt: Es ist sogar einfacher als gedacht.

Das Buch hat Klappen zum Spielen und Entdecken, was die Motorik fördert. Der Hase Moritz bietet Kindern eine einfache Identifikationsfigur.
Mein Eindruck: Der Klassiker unter den Schnuller-Abgewöhn-Büchern – und das zurecht. Kurz, positiv, mit Klappen. Viele Eltern berichten, dass dieses Buch den Durchbruch gebracht hat. Wenn du nur ein Buch kaufen willst, nimm dieses.
3. Ich brauche keinen Schnuller mehr – Verschiedene Rituale auf einen Blick
Ich brauche keinen Schnuller mehr von Regina Schwarz (Illustrationen: Katja Senner) hat 16 Seiten und ist im Ravensburger Verlag in der Reihe ministeps (ab 24 Monaten) für 7,99 Euro erschienen.
Anders als andere Bücher erzählt dieses keine durchgehende Geschichte, sondern zeigt verschiedene Rituale: den Nucki an einen Schnullerbaum hängen, ihn der Schnullerfee schenken, ihn von einem Luftballon davontragen lassen oder ihn einem Kuscheltier geben.
Die Texte sind kurze, lustige Vierzeiler mit fröhlich-bunten Illustrationen.
Mein Eindruck: Ideal, wenn du noch nicht weißt, welches Ritual ihr nutzen wollt. Das Buch zeigt mehrere Wege und du kannst gemeinsam mit deinem Kind entscheiden, welcher am besten passt. Wir haben darüber erst von der Schnullerfee-Idee erfahren.
- Mandalas
- Altersempfehlung: ab 24 Monate
- Altersfreigabe: 24 Monate
4. Lucas und sein Schnuller – Mit Vorlese-App für müde Eltern

Lucas und sein Schnuller von Sabine Choinski und Gabriela Krümmel (Illustrationen: Miriam Cordes) hat 24 Seiten, ist im Carlsen-Verlag in der Reihe LESEMAUS erschienen und kostet nur 3,99 Euro.
Lucas ist fast drei und kommt bald in den Kindergarten – aber seine Mama sagt, man darf keinen Schnuller mitbringen. Also findet Lucas verschiedene Wege, um sich zu verabschieden: Die Schnullerfee kommt vor, der Schnullerbaum und das Schnullerkästchen.

Praktisches Extra: Über die kostenlose App „Der kleine Vorleser“ kann das Buch vorgelesen werden. Vorderseite scannen und die App liest vor – eine Erleichterung, wenn dein Kind das Buch zum zehnten Mal hören will.
Mein Eindruck: Preis-Leistungs-Sieger. Für unter 4 Euro bekommst du eine alltagsnahe Geschichte mit konkretem Kita-Bezug. Besonders geeignet, wenn der Kindergartenstart der Auslöser für die Entwöhnung ist.
5. Mia/Ben gibt ihren/seinen Schnuller auf – Schnullerfee-Geschichte für Mädchen und Jungen
Mia gibt ihren Schnuller auf und Ben gibt seinen Schnuller auf von Jenny Album (Illustrationen: Claire Kay) haben je 24 Seiten und kosten 6,96 Euro (Little Bo Publishing).
Es gibt zwei Versionen: Mia für Mädchen, Ben für Jungen. Beide hängen an ihren Schnullern, bis sie die Schnullerfee kennenlernen. Die Kinder legen ihre Schnuller abends vor die Tür, nachts holt die Schnullerfee sie ab und hinterlässt ein Geschenk. Für die Tage danach gibt das Buch auch den Eltern praktische Tipps.
Mein Eindruck: Das beste Buch, wenn ihr das Schnullerfee-Ritual nutzen wollt. Die Geschichte beschreibt genau den Ablauf, den wir selbst gemacht haben – Schnuller hinlegen, Schnullerfee kommt, Geschenk finden. Unsere Tochter hat sich nach diesem Buch richtig auf den Abend gefreut. Durch die Mädchen- und Jungen-Version kann sich das Kind mit der Hauptfigur identifizieren.
Bonus: Der Schnullerelf – Set mit Buch und Faltbox

Wer statt der Schnullerfee lieber den Schnullerelf nutzen möchte: Der Schnullerelf ist ein Komplett-Set mit Taschenbuch und Faltbox, in die das Kind den Schnuller legen kann. Die Autorin Lisa Tomke ist Pädagogin und Mutter und hat ihre Erfahrung in das Set einfließen lassen.
Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel über den Schnullerelf.
- Das beliebte Set zur Schnuller Entwöhnung: Bestehend aus dem Bilderbuch...
- Schnuller abgewöhnen – Das Schnullerelf Set hilft Kindern den Schnuller...
- Hohe Qualität: Das Pappbilderbuch wird in Deutschland bei einer...
Welches Buch zum Schnuller abgewöhnen passt zu euch?
Aus meiner Sicht als Vater, der das zweimal durchgemacht hat, hängt die Wahl vom Alter und Charakter deines Kindes ab:
Für die Jüngsten (ab 18 Monaten): „Schnuller sind nur was für Kleine“ – spielerisch, kein Druck, einfache Reime.
Der sichere Klassiker (ab 24 Monaten): „Moritz Moppelpo“ – kurz, positiv, mit Klappen. Funktioniert bei den meisten Kindern.
Wenn ihr das Schnullerfee-Ritual nutzt: „Mia/Ben gibt ihren/seinen Schnuller auf“ – beschreibt den Ablauf genau so, wie er stattfindet.
Wenn der Kita-Start ansteht: „Lucas und sein Schnuller“ – alltagsnah, günstig, mit Vorlese-App.
Wenn ihr noch überlegt, welches Ritual: „Ich brauche keinen Schnuller mehr“ – zeigt verschiedene Wege.
Ein guter Tipp zum Schluss: Fangt ein paar Tage vor dem geplanten Schnuller-Abschied an, das Buch abends vorzulesen. So kann sich dein Kind an die Idee gewöhnen. Kombiniert mit einem Brief von der Schnullerfee und einem kleinen Geschenk wird der Abschied zu einem positiven Erlebnis.
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Feiere diesen großen Moment mit einem liebevollen Andenken:
- Besondere T-Shirts und Kissen mit der Aufschrift „Yippie, die Schnullerfee war da“ oder „Danke für deinen Schnuller“
- Als Belohnung oder Erinnerungsgeschenk – für leuchtende Kinderaugen und stolze Eltern
- Ein kreativer Weg, den Schnullerabschied zu begleiten und zu feiern
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Mach den Abschied vom Schnuller zu etwas ganz Besonderem!
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Häufige Fragen
Welches Buch hilft am besten beim Schnuller abgewöhnen?
Für die meisten Kinder ab 2 Jahren ist „Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr“ die beste Wahl. Es ist kurz, positiv und hat interaktive Klappen. Wer das Schnullerfee-Ritual nutzt, greift zu „Mia/Ben gibt ihren/seinen Schnuller auf“.
Ab welchem Alter kann man ein Buch zum Schnuller abgewöhnen vorlesen?
Die meisten Bilderbücher zum Schnuller abgewöhnen sind ab 18-24 Monaten geeignet. In diesem Alter verstehen Kinder einfache Geschichten und können sich mit den Figuren identifizieren.
Wie oft sollte man das Buch vor dem Schnuller-Abschied vorlesen?
Am besten liest du das Buch einige Tage vor dem geplanten Schnullerfee-Besuch jeden Abend vor. So gewöhnt sich dein Kind an die Idee und freut sich darauf, statt Angst zu haben.