Schnullerfee Geschichte zum Vorlesen: Die kostenlose Gute-Nacht-Geschichte für den Abschied vom Schnuller

Dieser Artikel wurde zuletzt im Juni 2026 aktualisiert & geprüft.

Schnullerfee Geschichte zum Vorlesen – Kind hört abends im Bett die Gute-Nacht-Geschichte von der Schnullerfee

Es ist Abend, das Licht ist schon gedämpft – und dein Kind klammert sich an den Schnuller, als ginge es um alles. Kennst du. Und du fragst dich, wie der Abschied vom Schnuller gelingen soll, ohne Tränen und ohne Druck. Aus meiner Erfahrung mit zwei eigenen Kindern weiß ich: Was hier wirklich hilft, ist keine Diskussion, sondern eine Geschichte. Eine, in der die Schnullerfee zu Besuch kommt und der Abschied auf einmal etwas Schönes wird.

Deshalb findest du hier eine kostenlose Schnullerfee Geschichte zum Vorlesen – fertig zum Loslesen heute Abend, ganz ohne Anmeldung. Lies sie deinem Kind ein paar Abende vor, bevor die Schnullerfee „wirklich“ kommt. So kennt es die Fee schon und freut sich auf den großen Tag.

Das Wichtigste vorab: Direkt unten liest du die komplette Schnullerfee-Geschichte „Lina und die Schnullerfee“ – kostenlos und ohne Anmeldung. Du kannst sie sofort vorlesen oder dir die Geschichte weiter unten als PDF zum Ausdrucken holen. Am besten wirkt sie, wenn du sie an drei bis vier Abenden vor dem geplanten Schnuller-Abschied vorliest.

Die Schnullerfee-Geschichte zum Vorlesen: „Lina und die Schnullerfee“

Es war einmal ein Mädchen namens Lina. Lina war fast drei Jahre alt und hatte einen allerliebsten Schnuller. Der war hellblau und schon ein kleines bisschen abgekaut, denn Lina hatte ihn wirklich lange. Tagsüber, beim Spielen, vergaß sie ihn meistens. Aber abends, wenn es draußen dunkel wurde, da musste der Schnuller her. Ohne Schnuller einschlafen? Das ging gar nicht, fand Lina.

Eines Abends, als der Mond rund und silbern am Himmel stand, hörte Lina ein leises Klingeln am Fenster. Kling, kling. Sie machte die Augen auf – und was sah sie da? Eine winzige Fee mit Flügeln, so zart wie Seifenblasen, saß auf der Fensterbank und lächelte.

„Hallo, Lina“, sagte die Fee mit einer Stimme wie ein leiser Glockenton. „Ich bin die Schnullerfee. Ich besuche Kinder, die langsam groß werden.“
Lina hielt ihren Schnuller ganz fest. „Willst du ihn mir wegnehmen?“, flüsterte sie.

„Oh nein“, sagte die Schnullerfee und schüttelte den Kopf, dass ihre Flügel glitzerten. „Wegnehmen tue ich gar nichts. Ich frage nur. Weißt du, irgendwo gibt es ganz, ganz kleine Babys, die noch keinen einzigen Schnuller haben. Sie sind viel zu klein für deinen. Aber wenn ein großes Kind wie du seinen Schnuller schenkt, dann zaubere ich daraus etwas Neues – einen winzigen, weichen Schnuller für ein neues Baby.“

Lina dachte nach. „Ein Baby? So ein richtig kleines?“

„Ein richtig kleines“, nickte die Fee. „Aber nur, wenn du es möchtest. Du musst gar nichts. Manche Kinder brauchen noch ein paar Nächte. Das ist völlig in Ordnung.“
Das gefiel Lina. Niemand zwang sie. Sie durfte selbst entscheiden. Sie schaute ihren hellblauen Schnuller an – und dann das Mondlicht auf den Flügeln der Fee.
„Und wenn ich nachts traurig werde?“, fragte Lina leise.

„Dann darfst du ganz fest dein Kuscheltier drücken“, sagte die Schnullerfee. „Und du darfst stolz sein. Denn du hilfst einem Baby, das niemanden hat. Das ist etwas ganz Großes.“
Lina holte tief Luft. Dann legte sie ihren Schnuller auf die Fensterbank, neben die Fee. Es war ein bisschen aufregend und ein bisschen wackelig in ihrem Bauch. Aber es fühlte sich auch gut an.

„Danke, liebe Lina“, sagte die Schnullerfee und ihre Flügel leuchteten golden. „Ich komme leise wieder, wenn du schläfst. Und ich lasse dir etwas da.“ Dann war sie weg, schnell wie ein Lichtfunke.

Lina kuschelte sich an ihren Teddy. Sie merkte: Es ging auch ohne Schnuller. Ihre Augen wurden schwer, und sie schlief ein – ganz von allein.
Am nächsten Morgen, als die Sonne ins Zimmer schien, lag auf der Fensterbank kein Schnuller mehr. Dafür lag dort ein kleiner Brief und ein hübsch eingepacktes Geschenk. Lina strahlte. Sie war jetzt ein großes Mädchen. Und irgendwo auf der Welt freute sich ein winziges Baby über einen brandneuen, weichen Schnuller.

Und wenn die Schnullerfee nicht müde geworden ist, dann besucht sie heute Nacht vielleicht ein anderes Kind, das langsam groß wird. Vielleicht ja dich.

Kind schläft friedlich mit Teddy, der Schnuller liegt auf der Fensterbank

So nutzt du die Schnullerfee-Geschichte richtig

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Geschichte allein noch keinen Schnuller verschwinden lässt – aber sie ist die beste Vorbereitung. So setzt du sie wirkungsvoll ein:
Lies sie mehrere Abende vor. Drei bis vier Abende reichen meist, damit dein Kind die Schnullerfee kennt und versteht, was passieren wird. Die Angst vor dem Unbekannten verschwindet – Vorfreude entsteht.

Lass dein Kind selbst entscheiden. Genau wie in der Geschichte: kein Druck. Frag dein Kind, ob es bereit ist. Kinder, die selbst „Ja“ sagen, halten leichter durch. Wann der richtige Moment ist, kannst du in unserem Ratgeber Wann sollte man den Schnuller abgewöhnen? nachlesen.

Mach ein Ritual daraus. Kombiniere die Geschichte mit einem Brief von der Schnullerfee und einem kleinen Abschiedsgeschenk, das dein Kind am Morgen findet – genau wie Lina. Dieses Dreierpaket aus Geschichte, Brief und Geschenk hat bei uns den Unterschied gemacht.

Bleib ehrlich und liebevoll. Falls dein Kind nachts doch weint: Trösten ist erlaubt. Du nimmst den Schnuller nicht „weg“, du begleitest deinem Kind beim Großwerden. Wer mag, kann seinem Kind vorab auch zeigen, was die Schnullerfee mit den Schnullern macht.

Brief und kleines Geschenk der Schnullerfee am Morgen auf der Fensterbank

Schnullerfee Geschichte als PDF zum Ausdrucken

Du möchtest die Geschichte lieber in der Hand halten, ans Kinderbett legen oder verschenken? Hier kannst du dir „Lina und die Schnullerfee“ als kostenloses PDF zum Ausdrucken herunterladen – schön gestaltet zum Vorlesen.

➜ Schnullerfee-Geschichte als PDF herunterladen

Tipp: Druck die Geschichte aus und leg sie zusammen mit dem Schnullerfee-Brief bereit. So hast du am großen Abend alles griffbereit.

Lieber ein gedrucktes Bilderbuch?

Manche Kinder lieben es, ein richtiges Buch mit bunten Bildern in den Händen zu halten und immer wieder anzuschauen. Wenn du nach dem Vorlesen unserer Geschichte Lust auf ein hochwertiges Bilderbuch bekommst, findest du in meinem ehrlichen Vergleich der schönsten Schnullerfee Bücher die passende Empfehlung für dein Kind. Mein persönlicher Favorit ist der Klassiker „Die kleine Schnullerfee“:

Und wenn ihr die Geschichte unterwegs oder im Auto hören wollt, gibt es auch Hörbücher über die Schnullerfee.

Häufige Fragen zur Schnullerfee-Geschichte

Ist die Schnullerfee-Geschichte wirklich kostenlos?

Ja. Du kannst „Lina und die Schnullerfee“ hier komplett kostenlos und ohne Anmeldung lesen und auch als PDF zum Ausdrucken herunterladen. Sie ist eigens für Kleine-Schnullerfee.de geschrieben.

Ab welchem Alter eignet sich die Geschichte?

Die Geschichte ist für Kinder ab etwa 2 Jahren gedacht – also genau das Alter, in dem viele Familien über das Abgewöhnen nachdenken. Die Sätze sind kurz und einfach, sodass auch jüngere Kinder gut folgen können.

Wie oft sollte ich die Geschichte vorlesen?

Aus meiner Erfahrung reichen drei bis vier Abende vor dem geplanten Schnuller-Abschied. So wird die Schnullerfee zur vertrauten Figur, und dein Kind freut sich auf ihren Besuch, statt ihn zu fürchten.

Was mache ich nach der Geschichte?

Am besten machst du ein kleines Ritual daraus: Dein Kind legt seinen Schnuller abends bereit, und am Morgen findet es einen Brief der Schnullerfee und ein kleines Geschenk. Vorlagen für den Brief und Geschenkideen findest du ebenfalls auf dieser Seite.

Über den Autor: Diese Geschichte und der Artikel stammen von Sven – Vater von zwei Kindern (11 und 9 Jahre) und Betreiber von Kleine-Schnullerfee.de. Die Schnullerentwöhnung hat er in der eigenen Familie zweimal liebevoll begleitet. „Lina und die Schnullerfee“ hat er geschrieben, weil er sich damals selbst eine fertige Geschichte zum Vorlesen gewünscht hätte.